Description
Ein Saphir im Kissenschliff bildet das Zentrum dieser Brosche, gehalten zwischen zwei kurzen Stäben aus schwarzem Email, die ihn waagerecht durchschneiden – das einzige geschlossene Dunkel in einem Stück, das ansonsten aus Licht besteht. Darum verläuft ein Ring aus blauen Saphiren, oben geschlossen und unten offen, und innerhalb dieses Rings steigt eine streng vertikale Platte aus Platin zu einer kleinen Gruppe von Diamanten im Altschliff an der Krone auf.
Schwarzes Email ist die Signatur der Epoche. Um 1930 arbeitete Paris mit Onyx, schwarzem Lack und Email gerade deshalb, weil sie dem Juwelier gaben, was Diamanten nicht geben konnten: eine Abwesenheit. Hier übernehmen die beiden Stäbe die Funktion einer gezogenen Linie, halten das Auge beiderseits des Saphirs an und binden die Komposition an ihre Achse.
Der Rest ist eine Studie über Schliffe. Diamanten im Altschliff, rund und quadratisch, füllen die Platte; Baguetten verlaufen in einer kurzen Reihe unterhalb der Mitte; Rubine setzen kleine rote Akzente in das Design; und ein runder Amethyst sitzt tief zwischen ihnen, ein violetter Ton, auf den in dieser Farbpalette nichts vorbereitet. Altschliffe wurden von Hand geformt, bevor der moderne Brillantschliff standardisiert wurde – sie geben das Licht in weichen, unregelmäßigen Blitzen zurück statt im gleichmäßigen Feuer eines maschinell geschliffenen Steins, und gegen Platin wirkt der Effekt wärmer, als es zunächst scheint.
Die gesamte Platte ist durchbrochen gearbeitet. Jeder Stein sitzt in einer hinten offenen Fassung, sodass Licht nicht nur über die Flächen der Saphire, Rubine und des Amethysts, sondern auch hinter ihnen hindurchtritt, und die Brosche liest sich als Gitter statt als Platte – der Grund, weshalb ein 70 Millimeter hohes Stück kaum zwanzig Gramm wiegt.
